„Spondylose deformans“ ist eine Gelenkerkrankung der Wirbelsäule

An der Unterseite der Wirbelsäule bildet sich Knochengewebe zwischen den Wirbeln. Dieses Knochengewebe wird als “Spondylose deformans” bezeichnet. Es führt zu Bewegungseinschränkungen des Hundes, da die Wirbelsäule durch die Verknöchern unbeweglicher wird. Außerdem kann es zu Schmerzen führen. Leider ist Spondylose nicht heilbar. Daher ist es wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und möglichen Schmerzen entgegen zu wirken.

Die Ausdehung des Knochengewebes wird in Grad 1 bis Grad 5 unterschieden: 

  • Grad 1: Leichte Zuwächse an den unteren Wirbelkörpern
  • Grad 2: Bildung kleiner Schnäbel in Richtung des nächsten Wirbelkörpers
  • Grad 3: Deutliche Schnabelbildung an den Übergängen
  • Grad 4: An zwei Wirbeln haben sich kleine Schnäbel gebildet die sich aufeinander zu bewegen, aber noch keine Verbindung dieser Wirbel bilden
  • Grad 5: Die Brückenbildung – Die Schnäbel haben sich vollständig aneinander angenähert und bilden eine Brücke von Wirbel zu Wirbel

Röntgenbilder einer Spondylose

Auf den Bilder sieht du Spondylose im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule. Sie kann aber auch in der Halswirbelsäule vorkommen.  

Wie erkennt man Spondylose?

Leidet dein Hund an Spondylose, wird seine Beweglichkeit anfangs leicht und mit der Zeit immer stärker eingeschränkt. Um die Spondylose 100% zu erkennen, braucht es fast immer Röntgenaufnahmen. Es gibt aber auch deutliche Anzeichen an denen du erkennen kannst, dass deine Fellnase an Spondylose leiden kann. 

Anzeichen für Spondylose: 

  • Längeres Liegen als gewöhnlich
  • Rückenschmerzen 
  • Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Wirbelsäule
  • Aufstehen und Hinlegen wird zunehmend schwieriger
  • Bestimmte Bewegungen werden vermieden
  • Lahmheit, ungewöhnliches Gangbild

Was ist die Ursache von Spondylose?

Grundsätzlich kann Spondylose jeden den Hund treffen, da sie auch nach einem Unfall auftauchen kann, einer Verletzung, oder einem Bandscheibenvorfall. Sie ist aber auch genetisch bedingt. 

Oft steht die Spondylose im Zusammenhang mit Hüftdysplasie oder chronischen Erkrankungen der inneren Organe wie Herz, Leber, Milz oder der Nieren. Sollte ein Hund an einer chronischen Erkrankung leiden oder ein Trauma hinter sich haben, empfiehlt sich auch immer ein regelmäßiger Check-up der Wirbelsäule beim Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten. 

Sind bestimmte Rassen häufiger von Spondylose betroffen?

Einige Hunderassen haben überdurchschnittlich oft mit Spondylose zu kämpfen: Boxer, Deutscher Schäferhund, Cocker Spaniel, Deutsche Dogge, Pudel, Dackel und Deutscher Vorstehhund sind am häufigsten betroffen. 

Was mache ich, wenn mein Hund Spondylose hat?

Spondylose gehört zu den degenerativen Gelenkerkrankungen und ist nicht heilbar. Sie baut sich aber erst innerhalb von Jahren auf. Anfangs sind es nur wenig bis keine Einschänkungen – mit zunehmendem Fortschreiten der Spondylose werden diese aber schwerwiegender. 

Daher ist es wichtig, Vorsorge zu betreiben. Leidet dein Hund an einer der oben beschriebenen Unregelmäßigkeiten oder gehört zu den Rassen die öfter betroffen sind, solltest du die Wirbelsäule regelmäßig untersuchen lassen. Das kann beim Tierarzt oder beim jährlichen Checkup deines Hundephysiotherapeuten gemacht werden.

Sollte dein Hund schon an Spondylose leiden, muss die Beweglichkeit bestmöglich erhalten bleiben und die eventuell auftretenden Schmerzen gelindert werden. Mit regelmäßiger Phyhsiotherapie kann man die Symptome lindern und die Schmerzen verringern. Stimme dich dazu mit deinem Hundephysiotherapeuten ab, welche Therapieformen individuell für deinen Hund sinnvoll sind. 

Für akute Schmerzschübe können Schmerzmittel kurzzeitig helfen und deinem Hund die Bewegung erleichtern. Ich finde, dies ist nur eine kurzfristige Lösung, die zeitlich begrenzt sein sollte. Leider bringt eine langfristige Schmerzmittelgabe auch immer Nebenwirkungen mit sich, wie z.B. Magenprobleme. Ich rate daher zu einer möglichst schonenenden und sinnvollen Therapieform.

 

Fazit

Spondylose ist nicht heilbar und kann schmerzvoll für deinen Hund sein. Sie kann an vielen verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule auftauchen und beginnt meist, ohne dass man es bemerkt. Aber mit der richtigen Therapie kann dein Hund damit gut leben. Die Vorsorge ist am wichtigsten, denn Spondlose tritt nie plötzlich auf.

Wenn du noch Fagen zur Spondylose hast, lass mir einen Kommentar da oder schreib mir über die Kontaktfunktion. 

Gruss, euer Tobias
Hundephysiotherapeut

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